Der Kressetest ist ein einfacher und bewährter Praxistest, um die Qualität von Kompost und Erde zu prüfen. Dabei wird Gartenkresse in Gläser ausgesät. Die empfindlichen Samen der Kresse reagieren sehr schnell auf schädliche Stoffe. Ist der Kompost nicht richtig gepflegt oder noch nicht ausgereift, zeigen sich rasch Wachstumsstörungen. Bei guten Substraten keimt die Kresse zügig und wächst kräftig und sattgrün. Bei minderer Qualität treten Wachstumshemmungen, schwache Wurzeln oder gelbliche Blätter auf.
Wirklich aussagekräftig ist der Test in einem geschlossenen Glas, da sich schädliche Gase oder unreife Abbauprozesse im geschlossenen Gefäss deutlich bemerkbar machen!
So kannst du selber Kompost und Erden auf ihre Qualität prüfen:
1. Nimm ein sauberes, eher grösseres Konservenglas.
Fülle je nach Grösse des Glases 4 bis 5 cm von der Erde oder Kompost ein welche du testen möchtest.
2. Streue ca. einen halben Kaffelöffel Samen der Gartenkresse dünn und gleichmässig auf die Oberfläche und mache sie leicht feucht.
Verschliesse das Glas fest. Zum Vergleichen kannst du den Test auch in zwei Gläsern gleichzeitig machen und ein Glas mit der selben Erde offen lassen.
3. Stelle die Gläser an einen hellen und warmen Ort
Nach ca. 4-6 Tagen kannst du die Proben beurteilen
1. Wenn die Kresse im geschlossenen Glas schnell und kräftig wächst, die Blätter grün und die Wurzeln weiss und kräftig sind,
Dann ist der Kompost gut und reif.
Wenn du mit solchen Erden und Komposten in deinem Garten arbeitest, wird sich in kurzer Zeit eine spürbare Harmonie einstellen. Dein Gemüse wächst kräftig und bleibt gesund. Du wirst keine Probleme mit Schnecken haben, die Gartenarbeit macht wirklich Freude und dein Garten wird ein Ort des Friedens.
2. Ist der Wuchs gehemmt, die Blätter gelblich, gelb oder gar braun und die Wurzeln nur schwach, dann ist der Kompost von schlechter
Qualität und nicht reif.
Wenn du mit solchen Erden und Komposten in deinem Garten arbeitest, wirst du anschliessend enttäuscht sein, und viele Probleme mit deinem Gemüse haben wie, schlechter Wuchs, Krankheiten und Schädlingen.
Bei guter Qualität der Erde wächst die Kresse
im geschlossenen Glas gleich gut wie im offenen Glas. Siehe die beiden mittleren Gläser.
Das Wurzelwachstum ist stark und kräftig –
auch im geschlossenen Glas.
Der folgende Versuch soll dir aufzeigen wie die Qualität der Erde und des Bodens einen Einfluss auf Schneckenfrass bei den Pflanzen hat.
Für den Versuch haben wir sechs Blumenkisten mit jeweils zwei Erden von unterschiedlicher Qualität befüllt.
Jeweils auf der linken Seite jeder Kiste, wurde unsere gute Oberbrämer Gartenerde und auf der anderen Seite (rechts) eine Konkurrenzerde aus einem verschweissten Plastiksack vom Gartencenter eingefüllt. Anschliessend wurden die Kisten mit Salat bepflanzt.
Nach 10 Tagen wurden in jeder Kiste jeweils 10 Nacktschnecken zugegeben.
Für den Versuch wurden die sechs Kisten in eine Garage gestellt.
Die Schnecken machten sich unverzüglich an die Arbeit.
Die Pflanzen in der unreifen Erde (rechts) wurden stark angefressen.
Die Pflanzen in der belebten, guten Oberbrämer Gartenerde (links) wurden nicht angerührt.
Wie soll es in deinem Garten Aussehen?
So wie links, oder so wie rechts?
Die beschriebenen Tests und Versuche werden bewusst einfach und rudimentär gehalten. Sie erfüllen keine wissenschaftlichen Laborstandards und wir erheben damit keinen Ansprüche auf statistische
Vollständigkeit.
Es zeigen sich jedoch, auch bei mehrfacher Wiederholung unter vergleichbaren Bedingungen stets die gleichen Muster:
Pflanzen in unreifer oder wenig belebter Erde sind schwach, werden krank, und gefressen, während Pflanzen in belebter, gesunder Erde deutlich weniger oder gar nicht angegangen werden.
Gerade diese wiederholbare Beobachtung im Praxisumfeld macht unsere Versuche doch aussagekräftig und relevant für den Gartenalltag.
